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Newsletter 10/2018

Newsletter 10/2018

Newsletter 10/2018

Liebe Kunden und Geschäftspartner,

das vierte Quartal steht in vielen Unternehmen im Zeichen der Budget- und Projektplanung für das kommende Jahr. Muss-Projekte, drängende Innovationen, interne Optimierungen und Wünsche aus dem Markt werden zusammengetragen. Daraus resultiert häufig eine lange Liste mit einem Budgetbedarf, der die gegebenen Ressourcen um ein Vielfaches übersteigt. Ganz zu schweigen davon, dass bei der Betrachtung der anstehenden Aktivitäten nicht selten fortlaufende Aktivitäten übersehen werden und kein oder nur wenig Budget für Unerwartetes eingeplant wird. Das Ergebnis: ein gnadenlos überbuchtes Team, Projektmitarbeiter, die kleinteilig auf verschiedenste Projekte geplant werden, Projektleiter, die sich gegenseitig Ressourcen streitig machen und Projekte, die aufgrund ständiger Prioritätsdiskussionen an Effizienz verlieren. Kurzum: ein ständiges Tauziehen.

Doch es geht auch anders.

Aktuelles zum Thema Projektmanagement

Portfoliomanagement auf Knopfdruck oder der vollautomatische Projektmanager
Angesichts der Komplexitätszunahme in Projekten und Portfolien wünscht sich so mancher wohl hin und wieder einen Projektmanagement-Automaten. Künstliche Intelligenz ist in aller Munde und unbestreitbar eins der großen Zukunftsthemen. Angefangen bei kognitiven Assistenzsystemen wie Apples Siri über Predictive Analytics bis hin zu autonomem Fahren. Überall werden momentan die Möglichkeiten und Risiken dieser innovativen Verfahren diskutiert. Auch im Projektmanagement sind trotz der Einzigartigkeit von Projekten zahlreiche Einsatzgebiete denkbar. Gunnar Auth, Christian Dürk und Oliver Jokisch geben in ihrem Fachartikel gute Einblicke in den Status-quo dieses Forschungsgebiets und interessante Ausblicke auf Einsatzpotenziale Künstlicher Intelligenz im Projektmanagement. Zum Artikel »

"#PM2025" - Projektmanagement neu denken
Aus einer ganz anderen Richtung blicken Heiko Bartlog und Olaf Hinz auf die Evolution des Projektmanagements. In ihrem frisch erschienenen Buch stellen sie sieben Thesen zur Zukunft der Projektarbeit auf und schlagen dem modernen Projektmanager insgesamt 49 Ansätze zur Vergrößerung seines Werkzeugkoffers vor, darunter zum Beispiel die Stacey Matrix zur Entscheidungsfindung oder Effectuation. Ihr zentraler Gedanke dabei ist, dass die herrkömmlichen zertifizierten Vorgehensmodelle bei der steigenden Ungewissheit und Komplexität nicht mehr zeitgemäß sind. Vernetzung ist aus ihrer Sicht für den Projekterfolg wichtiger als der Wahrheitsanspruch eines Zertifikats. Ein interessantes und gut geschriebenes Kompendium moderner Projektarbeit. ("#PM2025 - Projekte. Gut. Machen.", mind.any Verlag, 296 Seiten, 24,90 EUR).

Save the Date - Anstehende Veranstaltungen

PM-Blackbox „Die Spreu vom Weizen trennen – erfolgreiches Projektportfoliomanagement in der Landmaschinenherstellung“
2016 erhielt CLAAS für das Projekt zum Aufbau eines neuen Produktionswerks für Traktoren und Mähdrescher im russischen Krasnodar den Deutschen Project Excellence Award. Mit diesem anspruchsvollen Bauprojekt hat Claas nicht nur durch ausgezeichnetes Projektmanagement überzeugt, sondern auch zu einem Wachstum der Landwirtschaft in Russland beigetragen und damit den eigenen Markt aktiv mitentwickelt. Für den Erfolg eines solch strategischen Vorgehens muss man seine Projektlandschaft und die vorhandenen Ressourcen gut im Griff haben. Im Rahmen unserer nächsten PM-Blackbox am 8. November 2018 erhalten wir einen tieferen Blick auf das Projektportfoliomanagement von Claas, das Projekte in dieser Größenordnung in Abstimmung mit den strategischen Unternehmenszielen erst ermöglicht. Uwe Kopp - Leiter Allgemeines Projektmanagement bei Claas - wird uns davon berichten, wie aus seiner Sicht Projektportfolien im Unternehmen sinnvoll strukturiert sein sollten und was dazu notwendig ist, um die Portfolien mit den unternehmerischen Zielen in Einklang zu bringen. Insbesondere wird er dabei auf die Entscheidungsstrukturen und –werkzeuge eingehen, auf deren einheitlichem Prinzip wichtige Projektportfolio-Entscheidungen aus einer 360-Grad-Perspektive getroffen und objektiviert werden können.

PMO Tag der GPM<br/>Das diesjährige Netzwerktreffen der GPM am 22. Oktober 2018 in Nürnberg steht unter dem Motto „Über das Lernen. Über Mut. Übermut?“. Der Fokus des Treffens liegt auf der Veränderung, die das Projektmanagement derzeit durchläuft, und den dafür benötigten Mut, um neue Wege zu gehen und eventuell auch zu scheitern. Davon weiß so mancher Gründer ein Lied zu singen. Als besonderes Schmankerl werde ich unter dem Titel "Gründer seit 15 Jahren - Wer die Hitze nicht verträgt, sollte die Küche meiden" als Amuse Gueule Nr. 1 von 5 über Durststrecken, heiße Phasen und natürlich auch Leckerbissen des Unternehmertums berichten.

Aus der Projektpraxis

Thieme Gruppe unterstützt die Digitale Transformation durch strategisches Projektportfoliomanagement
Wer ein Unternehmen erfolgreich führen will, muss Prioritäten setzten. Das gilt auch bei der Auswahl der Projekte, die umgesetzt werden sollen. Hier die richtigen und strategisch sinnvollen Entscheidungen zu treffen, trägt entscheidend zum Unternehmenserfolg bei. Dass Chancen, Risiken und Ressourcen genau abgewogen werden müssen, ist jedem klar, der unternehmerisch tätig ist. Aber wie behält man bei der Vielzahl der laufenden und geplanten Projekte den Überblick und das Ruder in der Hand? Und wie lässt sich vorab überhaupt beurteilen, welches Projekt Sinn macht und welches nicht? Gerade Branchen, die den digitalen Wandel stark spüren, müssen sich neu orientieren und ihre Strategien einer zeitgemäßen Kultur anpassen. Dazu gehört auch, bewusst solche Projekte auszuwählen, die den Prozess des digitalen Umbruchs unterstützen. Ein Beispiel aus der sich wandelnden Welt der Verlage zeigt, dass diese Transformation gelingen kann – wenn man es richtig angeht. Ausführlicher Projektbericht als PDF-Download »

Ich wünsche Ihnen für die nächsten Wochen eine gute Entscheidungsbasis sowie einen klaren Blick für die anstehenden Entscheidungen und stehe gerne als Sparringspartner für Ihre Projektportfoliobewertung zur Verfügung. Und sollten Sie am Ende doch mehr Projekte auf dem Plan haben, als verfügbare Mitarbeiter an Bord, so haben wir beim House of PM auch dafür eine Lösung.

Mit herzlichem Gruß,

Hauke Thun